"Leuchtturm für die Region" - Bayerns SPD-Chef Ludwig Stiegler informiert sich bei Siemens Healthcare in Kemnath

Veröffentlicht am 04.02.2008 in Wirtschaft

Einen fundierten Einblick in die Strukturen, Aufgaben und Herausforderungen der Firma Siemens Healthcare am Standort Kemnath bekam Bayerns SPD-Chef Ludwig Stiegler vermittelt. Bei seinem Betriebsbesuch wurde er begleitet von SPD-Landratskandidat Rainer Fischer. Als Gesprächspartner standen den beiden Politikern Standortleiter Jürgen Ußmüller, Alfred Koch von der Betriebsleitung, Personalchefin Stefanie Grüner und Betriebsratsmitglied Harald Tretter zur Verfügung.

Ußmüller machte deutlich, dass sich Siemens Kemnath in den vergangenen Jahrzehnten vom reinen Auftragsfertiger zum Spezialisten für elektromechanische Komponenten und Produkte für die Medizintechnik entwickelt habe. "Heute sorgen sich die gut 1000 Mitarbeiter in Kemnath nicht nur um die reine Fertigung und Montage, sondern auch um die stetige Weiterentwicklung ihrer Produkte", unterstrich Ußmüller.

Die Forschungsabteilung in Kemnath umfasse rund 130 Mitarbeiter. Wenn irgendwo auf der Welt ein Patient mit einem Röntgensystem, einer Angiographieanlage oder einem Computertomograph untersucht werde, dann sei oft Kemnather Technik mit im Spiel, sagte Alfred Koch.

Neben der "klassischen" Röntgenmedizin sei Siemens auch im Bereich Nuklearmedizin und Strahlentherapie tätig. Ludwig Stiegler und Rainer Fischer zeigten sich beeindruckt. "Ihr seid ein Leuchtturm für die ganze Region", betonte Stiegler.

In der Diskussion wurden Themen wie die Qualifikation der Arbeitnehmer, die Reaktion auf weltwirtschaftliche Entwicklungen und die Probleme des Dollar-Euro-Kurses debattiert. Übereinstimmend hielten die Gesprächspartner fest, die Region müsse so attraktiv werden, dass hoch qualifizierte Arbeitnehmer gerne kommen. "Und extrem wichtig ist natürlich auch, dass Einheimische nicht auf Dauer abwandern, sondern dass sie nach dem Studium zurückkehren", so Stiegler.

Zu den Veränderungen in der Arbeitswelt wurde festgestellt, die Zeiträume, in denen sich etwas ändere, würden immer kürzer. Man müsse lernen, sich darauf einzustellen.

"Wenn bei den Arbeitnehmern das Gefühl herrscht, dass es gerecht zugeht, dann akzeptiert man auch Veränderungen", ergänzte Fischer. Dem Gespräch schloss sich eine ausgedehnte Führung durch Produktions- und Entwicklungsabteilungen an.

aus oberpfalznetz.de

 
 

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