Bruder Rainers“ Fastenpredigt

Veröffentlicht am 12.03.2014 in Presse

„Bruder Rainers“ Fastenpredigt - Starke Worte, spitze Reime
Mit einer „Fastenpredigt“ bei der Wahlkampf-Abschlussparty des SPD-Kreisverbandes hatte SPD-Kreisvorsitzender Rainer Fischer als „Bruder Rainer“ seinen Auftritt. 
Mit Reimen machte er auf Ereignisse in Politik, Kirche und Wirtschaft, vom Bund bis in die Rathäuser des Landkreises, aufmerksam. Limburgs beurlaubten Bischof Tebartz-van Elst nahm der „Bruder“ ebenso aufs Korn wie die Aberkennung von Doktortiteln: „Das Lager ist doch stets dasselbe, es sind meist Schwarze oder Gelbe, die sich vor harter Arbeit drücken und sich mit fremden Federn schmücken.“
Die Podiumsdiskussion in Wiesau mit allen Landratskandidaten ließ sich Bruder Rainer ebenfalls nicht entgehen. Landrat Wolfgang Lippert war ihm auch einige Zeilen wert, in denen er dessen Eigenlob in den Vordergrund stellte: „Nicht Kreistag, nicht die Mitarbeiter brachten diesen Landkreis weiter, nein, alles was geworden ist, es wuchs allein auf meinem Mist.“ Nicht fehlen durfte CSU-Landratskandidat Dr. Alfred Scheidler: „Er wirkte doch leicht abgehoben, muss fleißig Simon Wittmann loben: sollte ich mein Ziel erreichen, muss manches, was Euch lieb ist, weichen.“
 

Die „Zukunftsliste“ der CSU nahm der Redner ebenso unter die Lupe: „Sie stammen aus dem schwarzen Nest, doch hält man dort wenig von Protest, denn insgeheim findet man’s toll, die eigene Liste war ja schon voll.“ Auch die „Einzelkämpfer“, einige junge Kandidaten der CSU-Liste, die mit eigenen Wahlplakaten Werbung machen, nahm der „Bruder“ ins Visier: „Selbst ich geb’ zu und muss gesteh’n, ich kann die Boygroup nicht mehr seh’n, die ständig in mein Sichtfeld drängt, weil sie an jedem Baum rumhängt.“
Den ADAC-Skandal beleuchtete Fischer ebenso wie die Vorfälle um den Miesbacher Landrat Kreidl sowie die Bayerische Landesbank und die Atompolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Im Kreistag hat man engagiert auch über Windkraft diskutiert. Es wurde ein Beschluss gefasst, der einem Adelsmann nicht passt.“ Mit diesen Zeilen ging er auf die Windkraftthematik im Landkreis ein. Einige Zeilen, wie die vom Radlhotelbau in Erbendorf, ließ Fischer noch einmal Revue passieren. Denn die trug Fischer vor einigen Jahren schon bei der SPD-Aschermittwochkundgebung in Erbendorf vor.

 

Quelle: Text Neumann für Der neue Tag, Foto: Döhler

 
 

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