Leserbrief

Veröffentlicht am 16.12.2009 in Lokalpolitik

Nachdem von einem Leserbrief, den ich an den "Neuen Tag" versandt habe, nur der erste Absatz abgedruckt wurde (der allerdings wörtlich), hier der komplette Leserbrief:

Mit Erstaunen las ich über die Bürgerversammlung der Gemeinde Kulmain in Ölbrunn (NT, 25.11.09) die Aussage des Bgm. Kopp, dass der Glockenturm auf der Friedhofshalle einer Eilsanierung unterzogen werden musste. Mich erstaunt nicht die Tatsache, dass es gemacht wurde, das war wichtig, sondern die plötzliche Eile. Den maroden Turm hatte schon Amtsvorgänger Hans-Gerd Reindl immer wieder moniert, war aber bei der Mehrheit der Gemeinderäte aus den verschiedensten Gründen abgeblockt worden. Jetzt, da die CSU mit ihrem Appendix von der Bürgerliste die Mehrheit hat, geht es plötzlich sehr schnell. Das ist aber nur eines von vielen Beispielen (Kanalisation, Straßenbau, und, und..), wo die Ideen von Reindl früher boykottiert worden, nun aber wie Phönix aus der Asche wieder auf der Tagesordnung stehen und - oh Wunder - genehmigt werden. Kommt aber ein Antrag von der Opposition, wird er mit einer unerträglichen Arroganz und Borniertheit abgeschmettert. Soll das der (viel zu) oft bemühte Wahlkampfspruch der CSU "Kulmain kann mehr" sein.
Wie es mit der Ethik im Kulmainer Gemeinderat bestellt ist, zeigt eine andere Situation. Hans-Gerd Reindl schlug nach seiner Wahl 1990 als einer seiner ersten Amtshandlungen vor, seinen Vorgänger Martin Haßmann zum Altbürgermeister zu ernennen. Reindl war genauso lang im Amt wie Haßmann (18 Jahre), aber von Seiten seines Nachfolgers war kein Wort zu vernehmen, Hans-Gerd Reindl evtl. für seine Verdienste zu ehren. Einen schalen Nachgeschmack hinterlässt auch, dass mit Michael Schindler und Albert Gößner 2 Mitglieder aus dem Gemeinderat ausgeschieden sind, dem sie über 30 Jahre angehörten, aber in keinster Weise verabschiedet wurden. In jeder anderen Gemeinde ist es guter Brauch, verdiente Kommunalpolitiker in einem gebührenden Rahmen zu verabschieden.
Weiterhin ist mir aufgefallen, dass das Angelus-Gebet ("Engel des Herrn") im neuen Gemeinderat ignoriert wird. Jahrzehntelang war es guter Brauch (unter Haßmann genauso wie unter Reindl), dass in Gemeinderatssitzungen oder Versammlungen während des Glockenläutens innegehalten wurde, um gewillten Leuten die Möglichkeit zu einem kurzen Gebet zu geben. Jetzt aber, da eine Partei mit dem großen "C" und etlichen Leuten, die in der Kirche involviert sind, das Sagen hat, wurde dies abgeschafft.

Gerd Bayer

 
 

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